(Schwerer) Atemschutz ist bei den Einsätzen der Feuerwehr fast schon an der Tagesordnung. Ob bei der Brandbekämpfung, Menschenret- tung oder bei Gefahrgutunfällen - die Feuerwehr kann eine Schadens- bekämpfung fast ausschliesslich nur unter Atemschutzgeräten oder anderen Schutzanzügen je nach Schadenslage vornehmen. Im Vor- dergrund steht dabei der Schutz der eingesetzten Feuerwehrleute sowie der zu rettenden und zu schützen- den Personen, dicht gefolgt von der Vermeidung von Sachschäden. So manche Menschenrettung - und die ist das höchste Gut - wäre ohne Atemschutz einfach nicht möglich.
An Atemschutzträger werden natürlich hohe Anforderungen gestellt: Sie müssen körperlich fit sein, entschlossen vorgehen, Entscheidungen treffen können und absolut gesund sein.
Atemgifte werden in immer grös- serem Umfang bei fast jedem Schadenfeuer frei. In jedem Haus, in jeder Wohnung sind Kunststoffe verbaut. Diese Kunststoffe reagie- ren in Zusammenhang mit Feuer und Wärmeentwicklung und setzen dabei gefährliche Atemgifte frei. Die Ausrüstung eines Geräteträgers wiegt etwa 16 kg und wird von den Feuerwehrleuten auf
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dem Rücken getragen. Zur Aus- rüstung gehören das Feuerwehrbeil, die Helmlampe zur besseren Sicht bei Vernebelung und Dunkelheit, Helm und Atemschutzmaske, Feuer- wehrleine, Handschuhe und die Atemluftflaschen auf dem Rücken. Für ca. 30 Minuten reicht die mitge- nommene Atemluft aus. Damit die Brandschützer für diesen Dienst auch tauglich sind, werden sie alle 3 Jahre von einem Arzt untersucht und von der Feuerwehrführung speziell ausgebildet. Einmal im Jahr muss eine spezielle Hindernis- strecke bei der Feuerwehr Lüneburg im vernebelten Raum bei Dunkelheit durchklettert werden. Mindestens 4-5 mal im Jahr wird unter erschwer- ten Bedingungen in den Wehren geübt.
Wir haben die Feuerwehr Oldendorf - auch die Kameraden der Feuer- wehr Wetzen sind an diesem Abend dabei - bei einer solchen Übung be- gleitet. Objekt war der Schiessstand Oldendorf. Hier galt es 3 in den Räu- men versteckte Lampen zu finden. Was auf den ersten Blick kinderlicht aussieht, ist überhaupt nicht ein- fach. Um ein verqualmen der Räum- lichkeiten zu simmulieren, wurden den Träger die Sicht durch die Atemschutzmaske mittels einem "kleinen Trick", der noch später erklärt wird, sehr stark genommen.
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Die in diesem Fall von Jörn Kleeblatt ausgearbeitete Übung war - und das ist natürlich wichtig - gut vorbereitet.
Noch wissen die Leute nicht, was sie erwartet. Zuerst müssen aber die Geräte angelegt werden. Dieses muss zwar schnell geschehen, aber viel wichtiger ist die Sorgfalt beim Ausrüsten.
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Im Keller warten schon Jörn Kleeblatt sowie der Atemschutz- gruppenführer Mathias Constien, der genau Buch führt über die Einsatzzeiten der einzelnen Träger sowie der Flaschendrücke. Er ist auch jederzeit über Funk für die Gerätetrager ansprechbar. Dieses alles ist im übrigen auch bei einem Einsatz nicht anders. Die ersten Träger kommen und werden an die "Startposition" geführt.
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Zur Sichteinschränkung wurden über den Kopf Plasticksäcke gestülpt. Achtung: Dieses ist auf gar keinen Fall zur Nachahmung ohne Atemschutz zu empfehlen, es droht Erstickungsgefahr! Hier ist es nur möglich durch die Beatmung über das Atemschutzgerät.
Es wird nun gesucht, und manchmal müssen auch Hindernisse überwunden werden.
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Hinterher wird erneut der Restdruck abgelesen und die Einsatzdauer notiert.
Die Geräte werden wieder für den nächsten Einsatz startklar gemacht, wobei die anschließende Funktionsprüfung unerlässlich ist, denn jedes Gerät muß sofort für den nächsten Gebrauch einsatzfertig auf dem Fahrzeug lagern.
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Dieses alles macht die Feuerwehr nicht für sich, sondern für den Bürger, der bei einem Einsatz
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vielleicht der nächste sein wird, dem diese Technik und die ausgebildeten Kameraden zu Hilfe kommen.
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