Die Oldendorfer Feuerwehr
(Auszug aus der Oldendorfer Chronik,
Verfasser Günther Rund / Wolfgang Kleeblatt)
Im Frühjahr 1925 gründeten 41 Dorfbewohner die Freiwillige Feuerwehr Oldendorf nach Aufforderung durch den Landrat. Am 14. Oktober 1925 wurde die Aufnahme in den Feuerwehrverband für die Provinz Hannover beantragt, diesem Antrag wurde mit Datum vom 15. Oktober 1925 stattgegeben. Zum ersten Brandmeister wurde Hermann Rund berufen. Sein Stellvertreter war Otto Eddelbüttel als Löschmeister. Weitere Löschmeister waren Carl Rund – gleichzeitig Schrift- und Kassenführer- und Georg Kruse –gleichzeitig Gerätewart. Zu Oberfeuerwehrmännern ernannte man Erich Ebel, Gustav Liebrecht, Fritz Borchert, Rudolf Dittmer, Heinrich Köster, Wilhelm Wulf und Hermann Helms.
Feuerwehrröcke wurden angeschafft und kosteten 4,50 RM. Für die erste Handdruckspritze von der Fa. Henkel mussten 125,- RM aufgebracht werden.
Von 1926 – 1927 erhob man Beiträge pro Monat von 25 Pfennigen. Für unentschuldigtes Fehlen waren beim 1. Mal 1,- RM, fürs 2. Mal 2,- RM zu zahlen. Die Übungen fanden in dieser Zeit einmal im Monat jeweils sonntags statt. Prämien wurden für den Ernstfall festgesetzt. Die beiden zuerst eintreffenden Wehrmänner erhielten 1,- RM, das Pferdegespann mit der Handdruckspritze 20 % der Versicherungsprämie. Alarm wurde mit sogenannten Nebelhörnern gegeben!
1927: Keine Beiträge mehr – Übungen nur noch jeden 1. Sonnabend im Monat
1928: Ein Trommler- und Pfeifencorps wurde am 18.02.1928 gegründet. Erster Tambourmajor war Heinrich Köster. Leider wurde der Spielbetrieb nach dem 2. Weltkrieg nicht wieder aufgenommen
1929: Anschaffung eines Schlauchpflegebaums
1930: Erste Einsätze in Amelinghausen bei Studtmann und Kruse
1931: Erster Großeinsatz in Oldendorf/L.
In der Nacht vom 25. auf den 26.05. um 3.30 Uhr(Pfingstmontag) wurde die Strohdachscheune von Carl Rund bei einem schweren Gewitter in Brand gesetzt. Scheune, Schafstall und Speckspeicher brannten ab. Das noch z.T. strohgedeckte Wohnhaus konnte gerettet werden! Wolkenbruchartiger Regen unterstützte die Löscharbeiten. Die Handdruckspritze konnte wegen des stark niedergehenden Funkenregens am Laufgraben kaum eingesetzt werden.
Die Wehr umfasste 49 Mitglieder.
1932: Im Dorf wurden zwei Bohrungen zur Löschwasserentnahme niedergebracht.
1933: Anschaffung eines sogenannten „Sturmwagens“ mit zusätzlichen Schläuchen auf Haspeln, Ledereimer, Feuerpatschen, Äxten und vielen anderen Gerätschaften
1934: Die Wehr wurde zu einem Großbrand in Marxen am Berge gerufen. Dort brannte um 14.30 Uhr der Viehstall des Landwirtes Hermann Stelter. Trotz des Eingreifens der Feuerwehr verbrannte bis auf drei losgerissene Kühe sämtliches Rindvieh. Eine in Windrichtung liegende Scheune stand bei Eintreffen der Wehr ebenfalls in hellen Flammen. Das 30-40m entfernte Wohnhaus des Hofes Rieckmann hatte auch bereits Feuer gefangen, konnte aber trotz Wassermangels gemeinsam mit der Wehr Amelinghausen gehalten werden.
Mitgliederstand: 42 Kameraden.
1935: Der große Augenblick war gekommen. Die lang ersehnte Motorspritze – von der Fa. Koebe, Luckenwalde – konnte zur ersten Übung am 14.02. vorgeführt werden. Vom Schmiedemeister Hermann Kohlrusch wurde dafür ein Einachsanhänger gebaut. Da der bisherige Wagenschuppen an der alten Schule nicht mehr genutzt werden durfte, wurde auch ein neues Spritzenhaus (heute Garage von Gerhard Müller) gebaut. Hier brachte man auch den Totenwagen der Gemeinde unter. Die Zahl der Mitglieder belief sich auf 38 Kameraden.
1936: In diesem Jahr verstarb der Wehrführer Hermann Rund. Sein Nachfolger Otto Eddelbüttel übernahm die Wehr bis zum Jahre 1938. Die Wehr umfasste 37 Mitglieder.
1938: Lieferung einer Handsirene für Flieger- und Feueralarm! Neuer Wehrführer wurde Georg Kruse sen., sein Stellvertreter und Schriftführer wurde Carl Rund. Die Mitgliederanzahl belief sich nur noch auf 32 Kameraden.
1940 Mitgliederstand gesunken auf 31 Kameraden.
1941 Da durch Einberufung zur deutschen Wehrmacht die Sollstärke nicht mehr erreicht werden konnte, zugleich die Feuerwehr aber durch die stärker werdenden Luftangriffe immer mehr benötigt wurde, erfolgte die Einführung einer Pflichtfeuerwehr (ohne Uniform).
1942 Es wurden auch einzelne Frauen für die Feuerwehr verpflichtet. Mitgliederstand: 38 Kameraden, davon 11 Pflichtfeuerwehrmänner. Am 26. Juni gab es durch Bombenabwürfe ein Großfeuer, bei dem neben mehreren Gebäuden auch Wald- und Heidebrände zu verzeichnen waren. Die Brandbekämpfung erfolgte gemeinsam mit mehreren Wehren, sowie dem hiesigen Gefangenenlager (Franzosen).
Die Altersgrenze für Feuerwehrkameraden wurde aufgrund der hohen Mitgliederzahl freiwillig auf 48 Jahre herabgesetzt. Das Fehlen bei Übungen kostete jetzt DM 0,50. Die Feuerwehr führte einen Ausflug in den Harz durch und am 29.11. fand der traditionelle Kameradschaftsabend im Gasthaus Lühr statt,
Am Ende des Jahres hatte die Wehr 36 Mitglieder.
1954 Die Anzahl der Feuerwehrmänner stieg weiter, am Jahresende waren es trotz der neuen Altersgrenze bereits 41 Mitglieder. Erste Rundenwettkämpfe mit Unterkreis und Kreisentscheidungen fanden statt. Ausflüge, Oster– und Lagerfeuer wurden veranstaltet. Man nahm am Zapfenstreich unter der Leitung von Wilhelm Meyer aus Sottorf – Amelinghausen teil.
1955 Installation der ersten festen Sirene, erst bei Heinrich Meyer auf dem Schusterberg, dann bei Otto Tödter und Dieter Hummelt. Neuer Ortsbrandmeister wurde Georg Kruse jun., sein Stellvertreter Hermann Schiemann.
Am 24.6. wurde eine neue TS 8 Typ Margirus angeschafft, am 2. Juni fanden in Oldendorf die Unterkreiswettkämpfe statt.
1962 Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF 8/8 auf Basis eines Ford-Transitfahrzeuges.
Joachim Langanke wurde neuer stellvertretender Ortsbrandmeister.
Erstmalig galt es den Posten eines Sicherheitsbeauftragten in der Wehr zu besetzen, Karl-Heiz Hunger erinnert sich, wie er vom Ortsbrandmeister Georg Kruse gefragt wurde:
Up eine Füerwehrversammlung kimmt Schorse Kruse –der Ortsbrandmeister- tau Charly Hunger hen und seggt: „Kum mal äben mit up Flur mit! Ik heff wat mit di tau beschnacken“. Hei seggt: Hör mal tau, die dor Baben (gemeint ist die höhere Führung der Feuerwehr auf Landesebene) lat sik ümmer wat neies infallen, dor kummt wat up uns tau. Nu schölt wie einenFüerwehrmann bestimmen und melden die för die Sicherheit in der Wehr tauständig ist und dorför sorgt, dat allen‘s mit rechten Dingen tau geiht. Wull du dat maken?Bi uns ist in den letzten foftig Johren sowieso nix passiert, darum brucht‘s ok nicht val tau maken, blos wie möt einen melden.
Anmerkung : Karl-Heinz Hunger nahm den Posten an und wurde mit einer Gegenstimme gewählt.
1974 Nach Bildung der Samtgemeinde Amelinghausen geht die Wehr aus der Verantwortung der Gemeinde in die Samtgemeinde über. Zusätzlich zu dem TSF 8/8 erhielt die Wehr aufgrund des Soltau-Lüneburg-Abkommens ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 8. Dieses konnte bereits am 8.10. gut eingesetzt werden. An diesem Tage kam es durch Selbstentzündung (eines heißgelaufenen Lagers) zu einem Großbrand auf der Mühle. Das Herzstück der Mühle mit allen Mahl – und Schrotgängen wurde ein Raub der Flammen. Da es hier ja keinen Wassermangel gab, konnten 18 Strahlrohre eingesetzt werden. Alle Wehren der neu gegründeten Samtgemeinde waren im Einsatz. Dadurch konnten alle Nebengebäude geschützt werden. Auch eine Drehleiter aus Lüneburg wurde zur Unterstützung angefordert.
1977 Am 4. November gab es nach umfangreichen Planungen endlich die Freigabe für den Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses, mit dem auch gleich am 5. November mit dem Ausloten begonnen wurde.
1978 In diesem Jahre konnten wir am 13.1. bereits das Richtfest des Feuerwehrhauses feiern. Als die zuerst in der Planung der Samtgemeinde mit 78.000,- DM veranlagten Kosten nicht mehr akut waren und dafür 101.000,- DM erforderlich wurden, war man sich in der Wehr einig, mit Eigenleistungen (Ansatz 300,- DM/pro Mann) die Differenz auszugleichen. So wurde das Gebäude in Eigenleistung erstellt – eine gute Sache zur Stärkung der Kameradschaft. Dieser Bau war nötig geworden, weil sich durch die Manövertätigkeiten die Waldbrandgefahr im Sommer stark erhöhte, und wir das vom Bund erhaltene Unimog Tanklöschfahrzeug im Winter ein einem frostfreien Gebäude unterstellen mussten.
Am 25.2.78 gab Georg Kruse nach 30 Jahren Ortsbrandmeistertätigkeit sein Amt an den bisherigen Vertreter Joachim Langanke ab. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Hermann Dittmer. Der Mitgliederstand betrug zu diesem Zeitpunkt 43 aktive und 22 passive Kameraden sowie 44 fördernde Mitglieder. Am 7. Oktober konnte nun endlich das mit sehr viel Eigenleistung errichtete neue Feuerwehrhaus eingeweiht werden.
1979: Bei der Jahreshauptversammlung am 3.3. wurde die Altersgrenze wieder auf 62 Jahre - wie es auch das Gesetz vorsieht -, angehoben. Nachdem die Versammlungen bisher im Dorfgemeinschaftshaus sowie im Gasthaus Feil stattfanden, gab es am 1.6. erstmalig eine Monatsversammlung im Feuerwehrhaus. Am 7.7. richtete unsere Wehr am Feuerwehrhaus und auf dem Sportplatz den Gemeindefeuerwehrtag aus.
Am 23.2. wurde uns von der Samtgemeinde ein neues TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug übergeben. Dieses Fahrzeug vom Typ VW LT ersetzte das bisherige Fahrzeug der Marke Ford. Das Strafgeld für Nichterscheinen beim Arbeitsdienst wurde auf DM 3,00 festgelegt. Zum Jahresende gab es für das neue Fahrzeug erstmalig in unserer Wehr ein Funkgerät, damit liefen die Informationen bei einem Einsatz nun viel gezielter ab.
Die Oldendorfer Sirene bei Hummelt in Neu-Oldendorf erhielt eine Funkfernsteuerung und konnte damit zusätzlich aus Lüneburg ausgelöst werden. Die andere Sirene auf dem Gasthaus Tödter wurde wegen Verlegungsabsichten noch nicht umgerüstet.
Der Mitgliederstand der Wehr beläuft sich auf 47 aktive und 17 passive Kameraden sowie 63 fördernde Mitglieder. In diesem Jahr wurde erstmalig ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) beantragt.
Die Ausrüstung mit Funk ging weiter, die Wehr erhielt erstmalig zwei Handfunkgeräte zur besseren Verständigung am Einsatzort. Außerdem wurden am 14.9. die ersten beiden Atemschutzgeräte geliefert. In diesem Jahr fand auch erstmalig die Oldendorfer Fahrradrallye statt.
Das Tanklöschfahrzeug wurde aufgrund technischer Mängel ausgemustert, Ersatzweise gab es ein ähnlich altes Fahrzeug. Während das alte TLF schlecht ansprang, konnte man mit diesem Fahrzeug nur schwer anhalten, die Bremsen waren so schlecht, daß einige Kameraden sich weigerten, mit diesem Fahrzeug zu fahren.
1985 Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Wehr fand am 20.7 der Gemeindefeuerwehrtag in Oldendorf statt. Einen Tag später wurde der 1. Feuerwehrmarsch in Oldendorf durchgeführt. Die Wehr umfasste inzwischen 49 aktive und 15 passive Kameraden sowie 64 fördernde Mitglieder. Die Wehr ist damit in der Samtgemeinde nach Amelinghausen die zweitstärkste Wehr.
1986 Die Sirene wurde nach langem Tauziehen an den jetzigen Standort bei dem Feuerwehrhaus verlegt und hat auch die erforderliche Fernsteuerung erhalten. Im Ort wurde die Löschwasserversorgung durch die nunmehr öffentliche Wasserversorgung mit Hydranten erheblich verbessert.
1987 Die Wehr hat erstmalig 50 aktive Kameraden. Der Arbeitsdienst im Herbst wird nun in Gemeinschaft mit den Schützen durchgeführt. Der Humor kam auch nicht zu kurz: Bei der Jahreshauptversammlung am 7. März wurde Hermann Witthöft zum ersten Oldendorfer Schluckwart gewählt. In der Samtgemeinde wurde Heinrich Rörup neuer Gemeindebrandmeister und löste damit Friedrich Heger ab.
Am 23.1. wurde nach langem Warten ein nunmehr fabrikneues Tanklöschfahrzeug der Marke Unimog übergeben. Die Kosten hierfür betrugen ca. DM 190.000. Dieses Fahrzeug mit 1800 Liter Wasser an Bord ist ein großer Fortschritt besonders bei den inzwischen stark angestiegenen Wald- und Heidebränden sowie grundsätzlich bei der Erstbekämpfung eines Feuers. Es wurde auch sogleich in die Kreisbereitschaft aufgenommen. Die Wehr erhielt in diesem Jahr erstmalig sechs Funkmeldeempfänger zur persönlichen Alarmierung. Neuer Höchststand der Feuerwehr: 55 aktive Mitglieder verrichten jetzt ihren Dienst.
1989 „Die Wehr öffnet sich für weibliche Mitglieder“. Mit diesen Worten wurde nach dem Krieg mit Sabine Sturm die erste und bisher einzige Frau in den Feuerwehrdienst aufgenommen. Dieses, bedingt durch Fortzug, nur für kurze Zeit. Die monatlichen Versammlungen wurden auf einen vierteljährlichen Rhythmus umgestellt, in den anderen Monaten erfolgte dafür mehr Ausbildung. Das Strafgeld für unentschuldigtes Fehlen bei den Versammlungen oder beim Arbeitsdienst wurde mit DM 5,00 festgelegt.
Im Frühjahr 1990 gab es einen Wechsel an der Spitze der Feuerwehr: Wolfgang Kleeblatt wurde neuer Ortsbrandmeister, sein Stellvertreter Jürgen Rund. Erstmalig wurden Kontakte zu der Feuerwehr Packebusch aus der Altmark/DDR geknüpft. Eine Delegation nahm an unserem Feuerwehrmarsch als Beobachter und Gast teil. Das Strafgeld für unentschuldigtes Fehlen bei den Übungen wurde auf DM 2,00 angehoben. Die Wehr wählt auf Antrag des Ortsbrandmeisters Wolfgang Kleeblatt den Kameraden Berthold Henning als Zugführer. Da diese Funktion einer Ortsfeuerwehr nicht zusteht, wurde diese zunächst inoffiziell eingeführt.
1991 Zur Koordination der Ausbildung wurde ein Dienstplan eingeführt. Im gleichen Jahr am 20. Dezember wurde der Anbau des Feuerwehrhauses eingeweiht. Neben den Toiletten gab es nun auch einen großen Schulungsraum. Mitgliederstand der Wehr: 43 aktive und 21 passive Kameraden sowie 79 fördernde Mitglieder.
Mit Antrag vom 11. März an den Kreisbrandmeister Werner Meyer wurde der Zugführer nun auch offiziell genehmigt. Am 10.6. und 11.6. wurde aus Anlass des 70-jährigen Bestehens unserer Wehr auf Rund`s Hof der Gemeindefeuerwehrtag abgehalten. Sonntags fand nach einem Gottesdienst am Feuerwehrhaus ein Ummarsch durch das Dorf zum Festplatz statt.
1996 Gemeinsam mit den Schützen und den Faslamsbrüdern wurde ein Informationskasten neben dem Gemeindekasten angebracht. Am 20. Oktober stellte sich die Feuerwehr den Neubürgern vor. Leider war mit dem Besuch von lediglich 4 Familien bei ca. 90 verteilten Einladung keine große Resonanz vorhanden.
1999 Bei den Wahlen im März 1999 wurde der bisherige stellvertretende Ortsbrandmeister Jürgen Rund neuer Feuerwehrchef gewählt, Vertreter wurde der Oberlöschmeister Klaus Lübberstedt.
Die Feuerwehr hat sich in den Jahren ihres Bestehens laufend weiterentwickelt. Ständig gab es neue Herausforderungen. So wandelten sich die Einsätze von reinen Brandherden mehr zu Hilfeleistungen hin. Waren es früher fast ausschließlich Häuser- und Flächenbrände, so kamen im Laufe der Jahre immer neue Aufgaben hinzu, wie zum Beispiel Sturmschäden beheben, Ölspuren aufnehmen, Hilfe bei Verkehrsunfällen, Pferd aus einem Sumpf ziehen, Wasserschäden beseitigen usw., auch auf die zunehmenden Gefahrguttransporte musste man sich vorbereiten. Unsere Wehr ist von einem solchen Einsatz bisher verschont geblieben, ist jedoch durch Übungen auch hierfür gerüstet. Gerade seit dem Ende der achtziger Jahre wurde die Ausbildung notwendigerweise sehr stark vorangetrieben.. Ohne dieses ständige Lernen und Üben, auch im Verbund mit anderen Wehren und Hilfsorganisationen, wäre die Einsatzbereitschaft nicht mehr gegeben. Dieses ist auch im Hinblick darauf zu sehen, dass die Wehr nach Amelinghausen in den letzten Jahren fast immer die meisten Einsätze zu fahren hatte.
Das Einsatzgebiet umfasst derzeit die Ortsteile Oldendorf, Marxen, Wohlenbüttel und Neu-Oldendorf. Bedingt durch die Einwohnerzahlen stellt der Ort Oldendorf die meisten Kameraden und in der Regel auch das Kommando. Ausnahme: Der Kamerad Otto Steffan aus Neu-Oldendorf, der von 1981 bis 1993 als Kassenwart tätig war. Er wurde auch scherzhaft der „heimliche Ortsbrandmeister von Neu-Oldendorf“ genannt. Aber auch in dem Samtgemeindekommando waren und sind unsere Kameraden vertreten. Unser Sicherheitsbeauftragter (von 1973 bis 1990) Karl-Heinz Hunger vertrat diese Aufgabe von 1978 – 1990 auch in der Samtgemeinde. Dort ist auch heute noch der Kamerad Berthold Henning neben der zeitweiligen Tätigkeit als Samtgemeindeschriftführer (von 1989 bis 1995) seit 1990 auch als Samtgemeindeausbildungsleiter entscheidend für die Weiterentwicklung der Ausbildung tätig. In dem Samtgemeindekommando sind außerdem der jeweilige Ortsbrandmeister und sein Stellvertreter ständiges Mitglied.
Auch im gesellschaftlichen Teil hat sich im Laufe der Jahre einiges getan. Neben dem seit jeher bekannten Kameradschaftsabend, auch Feuerwehrball genannt, gibt es inzwischen jedes Jahr den weit über die Grenzen des Landkreises heraus bekannten Feuerwehrmarsch. Hier messen sich in den letzten Jahren über 50 Wehren aus Norddeutschland im Vergleich. Jedes Jahr im Herbst findet ein Lagerfeuer statt, ein Spieleabend wird jedes Jahr im Wechsel mit den Schützen durchgeführt, bei dem Stoppelfeldrennen der Faslamsbrüder wird für den Brandschutz gesorgt, am Ehrendenkmal des Friedhofes wird jedes Jahr ein Kranz der Gemeinde niedergelegt und auch beim Heideblütenfest in Amelinghausen ist die Wehr stets beim Absperren, Kassendienst und Großen Zapfenstreich dabei. Mit den Schützen gibt es auch einen gemeinsamen Arbeitsdienst, bei dem hinterher die Gemeinschaft nicht zu kurz kommt.
Durch die Gegebenheiten des Dorfes herrscht zwischen den Schützen, den Faslamsbrüdern und der Feuerwehr seit jeher ein gutes Verhältnis, sind doch viele Mitbürger in allen drei Sparten vertreten.
Die Feuerwehr selbst ist derzeit als eine moderne Ortsfeuerwehr mit erweiterten Aufgaben zu sehen, die sowohl von der Ausbildung als auch von den Gerätschaften her beruhigend in das nächste Jahrtausend blicken kann.












