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Auch in diesem Jahr traf sich die Jugendfeuerwehr zu einem 12 Stunden Dienst. In diesem Jahr wollten wir allerdings den 12 Stunden Dienst mit einer Übernachtung im Feuerwehrgerätehaus beginnen. So trafen wir uns am 22.10.2010 um 19.00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Oldendorf.

Nachdem alle eingetroffen waren, richteten wir unseren Schulungsraum nachttauglich her.
Dann gab es einen Funkspruch. Vermisster Waldarbeiter in der Nähe des Marxener Paradieses. Wir setzen uns mit den Einsatzfahrzeugen und unserem MTW in Bewegung und suchten diesen vermissten Waldarbeiter. Wir stellten die Fahrzeuge auf dem Parkplatz ab und gingen zu Fuß auf die Suche. Kurz vor dem Marxener Paradies wurden wir fündig. Es war „Robert“ unsere feuerwehreigene Holzpuppe die auch im letzten Jahr schon eine sehr große Rolle gespielt hatte. Dieser Robert lag unter kleinen Ästen vergraben und musste mit Hilfe der Trage gerettet werden.
Wir trugen Ihn zu unseren Fahrzeugen und nahmen in mit zum Feuerwehrgerätehaus.

So gegen 21.00 Uhr wurde noch ein kleiner Nachtmarsch durch Oldendorf durchgeführt. Dort mussten an 5 verschiedenen Stationen kleine Aufgaben absolviert werden. Die Jugendlichen wurden hierzu in 2 Mann Trupps aufgeteilt. Es war für alle eine sehr lustige Aktion.

Nach dem Nachtmarsch wurde noch eine DVD geschaut, so dass gegen 24.00 Uhr Nachtruhe war.

Am anderen morgen um 08.00 Uhr sollte Wecken sein. Natürlich waren alle schon etwas früher wach. Die Isomatten, Luftmatratzen und Feldbetten wurden weggeräumt. So konnten wir dann den Tag mit einem gemütlichen Frühstück beginnen.

Nachdem alle gestärkt waren bekamen wir einen Einsatz. Die Lage: „Baum auf Strasse bei der Biogasanlage“. Also fuhren wir mit unseren Fahrzeugen zur Biogasanlage. In der Zufahrt zur Biogasanlage lag eine Birke. Diese musste in kleine Stücke gesägt und an die Seite geräumt werden. Der Gruppenführer teilte zwei Trupps ein. Der 1. Trupp war mit Äxten dabei die Äste zu beseitigen der andere Trupp rückte mit Schnittschutzhosen und Helm und der Bügelsäge an. Die Schnittschutzhose sollte nur angezogen werden, damit die Jugendlichen einmal ein Gefühl für die Sicherheitsbekleidung bekommen. Die anderen Jugendlichen unterstützen oder regelten mit Winkerkellen den Verkehr. So war dieser Einsatz recht schnell abgearbeitet.

Im Feuerwehrgerätehaus angekommen haben wir von unserem Kameraden Thorsten Hoffmann eine Tischtennisplatte zur Verfügung gestellt bekommen. So konnten wir dann in der Fahrzeughalle Tischtennis spielen. Einige, die kein Tischtennis spielen wollten, spielten auf dem Sportplatz Fußball.

Einige Zeit später gab es eine Alarmierung. Der Einsatz hieß: „TV Notfall“. Für nicht Fachleute bedeutet dies übersetzt TV für Tür verschlossen. Solche Einsätze kommen vor wenn man dem Rettungsdienst zum Beispiel helfen muss eine Tür zu öffnen, da diese Kameraden nicht das nötige Werkzeug haben und sich hinter einer verschlossenen Tür eine sich in Not befindliche Person befindet. Unser Einsatzort war der Hof Lübberstedt. Hier befand sich eine Person in Notlage über der Werkstatt. Die Tür war verschlossen und wir mussten mit der zweiteiligen Steckleiter über den oberen Zugang in das Gebäude. Als wir dort ankamen herrschte erst einmal Ratlosigkeit. Mit der Hilfe der Betreuer wurde durch den Gruppenführer die Situation recht schnell übersichtlich und es wurden die Kameraden eingeteilt. Auch unser stellv. Ortsbrandmeister Andreas Constien war mit vor Ort und schaute wie die „KLEINEN“ sich so machen. Die Person die in Not geraten war, war wieder einmal unser Robert. Er wurde von den Jugendlichen auf der Feuerwehrtrage fachgerecht eingebunden. Nach dem einbinden wurde er mit Hilfe von 4 Jugendfeuerwehrkameraden nach unten befördert. So war auch dieser Einsatz wieder ein voller Erfolg.

Am Gerätehaus angekommen hieß es dann erst einmal Mittag. Wir hatten uns entschieden dass es Hotdog gab. Diese Entscheidung wurde auch von allen Jugendlichen voll angenommen. Bei einem gemütlichen Mittagessen wurde über das Erlebte geredet und es wurde auch viel gelacht.

Nach der Mittagspause gab es noch etwas Freizeit zum spielen oder einfach nur ausruhen.

Dann gab es eine Alarmierung. „kleines Feuer bei der Oldendorfer Mühle“. Wir setzten uns in unsere Fahrzeuge und fuhren zur Mühle. Dort brannte ein kleines Feuer. Ziel war es hierbei auch nicht die Bekämpfung des Feuers, dieses war nämlich wirklich sehr klein. Es sollte geübt werden wie man mit Hilfe der TS (Tragkraftspritze) Wasser aus der Luhe fördert und dann zum Brandherd bekommt. Es mussten einige Schläuche gerollt werden. Schnell wurde dem Gruppenführer klar, dass er nicht genug Leute zur Verfügung hatte. So musste der Jugendwart den Maschinisten an der TS übernehmen. Nach der Einteilung ging es los. Der Angriffstrupp nahm schon mal ein Rohr vor. Wassertrupp und Schlauchtrupp kuppelten die Saugleitungen. Diese gingen zu Wasser und es konnte Wasser gefördert werden. Der Wassertrupp übernahm dann noch die Wasserversorgung bis zum Verteiler. Es wurden 2 Rohre für die Brandbekämpfung und ein Rohr zur Abriegelung vorgenommen. Das 3. Rohr zur Abriegelung war ein Wasserwerfer.

So stellten die Jungs dann sehr schnell fest dass es schwierig ist, schnell Wasser an den Brandherd zu bekommen. Das Tanklöschfahrzeug sollte nämlich nicht eingesetzt werden. Nachdem das Feuer aus war und es eine Pause gab, wurden die Schläuche wieder zusammen gerollt und alles aufgeräumt. Der Einsatz war beendet und wir führen wieder zum Feuerwehrgerätehaus.

Die Fahrzeuge wurden anschließend getankt und gereinigt, so dass alle dachten dieser 12 Stunden Dienst wäre vorbei. Wir ließen die Jugendlichen auch lange in dem Glauben, da sie auch das Feuerwehrgerätehaus mit aufräumen sollten.

Doch nach einiger Zeit gab es doch noch einen Einsatz. Person in Not. In der Strasse Am Dießelfeld ist eine Person bei Reinigungsarbeiten in einen Schacht gefallen. Diese Person musste befreit werden. Es wurde mit einer zweiteiligen Steckleiter ein Gerüst gebaut. Dieses Gerüst wurde über den Schacht gestellt. Auf diesem Gerüst wurde ein Standrohr als „Umlenkrolle“ mit Hilfe von Feuerwehrleinen befestigt. Mit einer weiteren Feuerwehrleine wurde dann die Person befreit. Die Person war mal wieder unsere Holzpuppe Robert. In diesem Jahr kann man sagen, dass Robert ziemlich oft in Not war.
Nach diesem Einsatz war dann für dieses Jahr unser 12 Stunden Dienst beendet. Es war wieder eine Runde Sache die auch allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat.

Abschließend möchte ich mich auch in diesem Jahr wieder bei einigen Personen bedanken. Ein Dank geht an Bürger- und Ortsbrandmeister Jürgen Rund. Bei Ihm an der Biogasanlage durften wir einen Baum fällen. Des Weiteren bedanke ich mich bei unserem Feuerwehrkameraden Klaus Lübberstedt. Auf seinem Dachboden durften wir den TV Notfall durchführen. Ein Dank geht auch an Andreas Engel von der Oldendorfer Mühle. Hier durften wir ein kleines Feuerchen machen und die Luhe bei Ihm auf dem Grundstück als Wasserentnahmestelle nutzen. Bedanken möchte ich mich auch dann noch bei unserem Feuerwehrkameraden Kai Hoffmann. Bei Ihm auf dem Grundstück ist unser Robert in den Schacht gefallen.
Diese Personen haben mich und uns sehr dabei unterstützt, so dass auch in diesem Jahr der 12 Stunden Dienst eine tolle Sache war.

Maik Haß

Jugendwart

Bildergallerie zuAbnahme der Jugendflamme

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