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Ernst Schlumbohm (Ehlbeck) über seine Reisen in Europas zweitgrößtes Land |
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Nastrovje! Diesen Ausspruch bekamen die Besucher des Kulturellen Abends am 1. Februar häufiger zu hören. Trotz des schlechten Wetters kamen viele Zuhörer ins Archäologische Museum Oldendorf/Luhe und folgten gespannt den Ausführungen Ernst Schlumbohms. Ernst Schlumbohm erzählte gut anderthalb Stunden lang über seine zahlreichen Reisen in die Ukraine. Dabei genoss er – nach ukrainischem Brauch, wie er dem Publikum glaubhaft versicherte – den einen oder anderen Wodka und prostete seinen Zuhörern dabei schmunzelnd zu. Der ehemalige Bauer aus Ehlbeck und Leiter eines Ausbildungsbetriebes nahm in 1990ern an einem deutsch-ukrainischen Austauschprogramm teil. Ziel des Austauschprogrammes war es, den ukrainischen Kolchoschefs hier in Deutschland die privatwirtschaftliche Landwirtschaft näher zu bringen. Die ukrainischen Praktikanten blieben ca. 4 Monate in Deutschland. Seine Praktikanten wurden Ernst Schlumbohm im Laufe der Jahre zu guten Freunden und Freundschaften wollen bekanntermaßen gepflegt werden. So reiste er mehrmals, meist mit Hilfsgütern beladenen Bullis, über Polen in die Ukraine. Mit vielen Fotos und noch mehr Anekdoten brachte uns Ernst Schlumbohm Land und Leute seiner Reisen näher. Und was er nicht alles zu berichten wusste: ein abenteuerlicher Versuch eines Pferdekaufs, Toilettendeckel als gut gemeinte aber letztendlich unbrauchbare Geschenke, die (erfolgreiche) Suche nach einem ehemaligen Zwangsarbeiter und vieles mehr. Verständnisprobleme oder Probleme mit Behörden waren ein fester Bestandteil der Reisen. Es gab aber kein Problem, was nicht mit viel Geduld oder – noch besser – mit einer Stange Zigaretten oder einem Kasten Bier hätte geklärt werden können. Na dann: Nastrovje! Und alles Gute weiterhin für das (mittlerweile ebenfalls privatisierte) deutsch-ukrainische Austauschprogramm! Sebastian Tappert, Medienreferent |



