Der Verein zur Förderung des Archäologischen Museums Oldendorf/Luhe e. V. lädt am Montag, den 1. November 2010, zu Henry Makowkis Diavortrag „Heide – zwischen Mythos und Moneten„ um 19:30 Uhr in das Archäologische Museum Oldendorf/Luhe (Amelinghausener Str. 16b) ein. Für unsere Heideregion ist 2010 ein Jubiläumsjahr von besonderer Bedeutung. In diesem Jahr jährt sich der 150. Geburtstag des legendären Heidepastors Wilhelm Bode aus Egestorf. Er war es, der zusammen mit seinem Landrat Fritz Ecker aus Winsen vor 100 Jahren Vorstandsmitglieder des in Stuttgart ansässigen Vereins Naturschutzpark in die Heide holte. Die Stuttgarter hatten sich zunächst nach Österreich orientiert, waren aber nach ihrem Besuch in der Heide so begeistert, dass sie grünes Licht und die Mittel gaben, rund um den Wilseder Berg eines der ersten und das größte Naturreservate Deutschlands zu begründen. Wie es gelang, nach dem Ankauf des Wilseder Berges zu einem Großschutzgebiet mit Europadiplom für das heute der Status als Weltkulturerbe angepeilt wird, zu kommen, darüber berichtet der Naturfilmer und Buchautor Henry Makowski am 1. November um 19:30 im Archäologischen Museum Oldendorf/Luhe. Sein 100jähriges Bestehen feierte der Verein Naturschutzpark im Herbst des letzten Jahres. Aus diesem Anlass haben Henry Makowski und Michael Cordes vom Kreismedienzentrum eine Filmdokumentation zusammengestellt, die neben der Vereinschronik sich auch mit der Landschaftsgeschichte der Heide beschäftigt. Die Autoren machen dabei deutlich, dass die Heide nicht erst, wie immer wieder behauptet wird, durch die Abholzungen für die Lüneburger Saline entstanden ist. Die Landschaftsform Heide ist viel älter, sie reicht bis in unsere Bronzezeit zurück. Das zeigen auch die Abdrücke von Heideplaggen, mit denen bronzezeitliche Hügelgräber abgedeckt wurden. Danach muss es vor fünftausend Jahren bei uns bereits ausgedehnte Heideflächen gegeben haben. Die neue Filmdokumentation zeigt weiter, wie diese Heideflächen bis vor fast zweihundert Jahren eine wichtige Wirtschaftsgrundlage für unsere Bauernhöfe gewesen sind. Jahrhundertelang war unsere Landschaft eingebettet in große Heideflächen. Alte Flurnamen und Landkarten geben darüber Hinweise. „Keine Kulturlandschaft Europas mit einer mehrtausendjährigen Geschichte hat sich so schnell verändert wie die alte Heideregion. Maler haben sie in Bildern festgehalten, Dichter wie Hermann Löns, weltweit bekannt gemacht. Heute ist die Heide nur noch ein Mythos, der sich gut vermarkten lässt„, so Henry Makowski über seine Bilddokumentation im Archäologischen Museum Oldendorf. Der Eintritt ist auch weiterhin frei, um Spende wird gebeten
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