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Vom Schulhaus zum Museum

Die Gemeinde Oldendorf/Luhe hatte 2002 eine denkmalgeschützte ehemalige niedersächsische Rauchkate erworben, diese in eigener Trägerschaft unter Beachtung der Belange des Denkmalschutzes möglichst naturgetreu saniert und ausgebaut und in den Räumlichkeiten das neue Archäologische Museum eingerichtet. Das Gebäude, das ursprünglich die Bezeichnung „Schemmes Hus“ trug, wurde um 1750 vom Oldendorfer Lehrer Johann Christoph Schmidt als Schul- und Wohnhaus errichtet.

Seit September 2005 sind die Arbeiten zur Errichtung des neuen Museums Oldendorf/Luhe nach langer Bauphase abgeschlossen und es wird der interessierten Öffentlichkeit und unseren Gästen in diesem Museum eine sehr informative, abwechslungsreiche und professionell gestaltete Ausstellung über die Frühgeschichte unserer Region und insbesondere über die Oldendorfer Totenstatt geboten. Damit ist das wieder hergerichtete denkmalgeschützte Gebäude mit unserem Archäologischen Museum ein Anziehungspunkt für Gäste aus Nah und Fern – weit über die Grenzen der Gemeinde Oldendorf/Luhe und unserer Samtgemeinde hinaus.

Die Ausstellung trägt den Titel

„Wohnungen für die Ewigkeit – 5700 Jahre Oldendorfer Totenstatt“.
Das Archäologische Museum verbindet die Grabfunde der Totenstatt mit den eindrucksvollen und weithin bekannten Großsteingräbern im Gelände. Thematisch widmet sich die Ausstellung nahezu ausschließlich der Einwanderung der ersten Ackerbauern und der Errichtung ihrer Grabanlagen im Luhetal. Dieses historische Schlüsselereignis fällt in die jungsteinzeitliche Epoche der Trichterbecherkultur, die in unserer Heideregion um 3700 v. Chr. beginnt. Dargestellt werden Teilaspekte der Lebenswelt und des Totenreiches, die von den damaligen Menschen als zwei Seiten einer Medaille verstanden wurden. Ohne den Glauben an ein Weiterleben nach dem Tod wäre der enorme Aufwand, der den kleinen Gemeinschaften zur Erbauung der monumentalen Megalithgräber abverlangt wurde, nicht denkbar.

Die Ausstellung wird im Museum in einem Hauptausstellungsraum und zwei Nebenräumen auf einer Fläche von insgesamt rd. 100 qm präsentiert. Eine Filmvorführung im Obergeschoss über die heutige Oldendorfer Totenstatt und das Leben in der Frühgeschichte rundet die Ausstellung ab. Das ausgebaute Oberschoss bietet Platz für Sonder- und Wechselausstellungen und kann ansonsten für die verschiedensten kulturellen Anlässe wie z.B. Vorträge und Lesungen genutzt werden.

Um den Gästen eine ideale Verbindung vom Museum zur Oldendorfer Totenstatt anzubieten, hat die Gemeinde Oldendorf/Luhe einen Rundwanderweg ausgewiesen, der im Bereich des Zusammenflusses zwischen Luhe und Lopau mit einer Luhebrücke eigens für diesen Zweck neu angelegt wurde. So können sich die Besucher nicht nur im Museum informieren, sondern gleichzeitig auf dem idyllischen Rundwanderweg unsere Natur und Landschaft genießen und die eindrucksvolle Oldendorfer Totenstatt in mitten der Heideflächen besichtigen. Nicht weit liegen das Marxener Paradies, die Kronsbergheide sowie der Lopausee mit Lopaupark entfernt. Ein Besuch des Museums mit der Oldendorfer Totenstatt eignet sich so auch als Ausgangspunkt oder Abschluss größerer Wanderungen und Radtouren durch das Feriengebiet Samtgemeinde Amelinghausen.

Ein Großteil der Fundstücke stammt aus dem Museum für das Fürstentum Lüneburg, das diese dem Archäologischen Museum Oldendorf/Luhe kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Zur Ausstellung ist ein Ausstellungskatalog käuflich zu erwerben, der die Ausstellung ausführlich wiedergibt und viel Hintergrundwissen liefert.

Der laufende Museumsbetrieb wird vom „Verein zur Förderung des Archäologischen Museums Oldendorf/Luhe e.V.“ organisiert.
Der Verein hat sich neben der Förderung des Archäologischen Museums Oldendorf/ Luhe als kulturelle Einrichtung, sowie dessen Erhaltung, Betreuung, Unterstützung und Weiterentwicklung noch weitere Ziele gesetzt. Unter anderem soll die Öffentlichkeitsarbeit und Bereitstellung von Publikationen sowie die allgemeine Pflege und Erhaltung von Kulturwerten gefördert werden. In bestimmten Bereichen wurden Arbeitsgruppen eingesetzt, welche durch fachkundige Personen ergänzt werden können, um konkrete Maßnahmen besser und effektiver umsetzen zu können.

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